Thursday, December 17, 2015

Plattdüütsche Geschicht to Wiehnachten...

Seestadtpresse Bremerhaven - To Wiehnachten bruukt wi so'n richtig schöönen Dannenboom.

Man so eenfach is dat jüst nich, dat weet wi...






https://youtu.be/6ij83oCj2MU

Thursday, February 20, 2014

Neue Grammatik für alle Plattdeutschen - Angebot ab sofort direkt im Netz verfügbar...

Seestadtpresse Bremerhaven - Für alle Plattdeutschen, die zur Klärung sprachlicher Fragen gerne einmal in eine Grammatik kucken möchten, gibt es ab sofort eine gute Möglichkeit direkt über das Internet.

"SASS Plattdeutsche Grammatik" heißt das Angebot, und es ist durch einen >>>Klick an dieser Stelle anzusteuern.

Herausgeber der neuen Grammatik ist Heinrich Thies. Herausgeber ist die Fehrs-Gilde.

Der Wachholtz Verlag bietet eine gedruckte Ausgabe an. In der Werbung wird das Konzept der neuen Grammatik so vorgestellt:

„SASS Plattdeutsche Grammatik“
  • zeigt den inneren Aufbau der niederdeutschen Sprache
  • gibt eine ganze Reihe von stilistischen Hinweisen.
„SASS Plattdeutsche Grammatik“
  • ist klar und übersichtlich mit farblicher Gestaltung gegliedert
  • enthält viele hervorgehobene, leicht zu merkende Beispiele
  • stellt wichtige kennzeichnend niederdeutsche Spracheigenheiten heraus.
„SASS Plattdeutsche Grammatik“
  • ist ein übersichtliches und benutzerfreundliches Buch und eignet sich besonders zum schnellen punktuellen Nachschlagen
  • ist eine ideale Ergänzung zum «SASS Plattdeutschen Wörterbuch», dem Standardwerk unter den plattdeutschen Wörterbüchern
  • deckt das Gebiet des Niederdeutschen ab, das in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Nordost-Niedersachsen gesprochen wird.

Saturday, September 21, 2013

Bundestagswahl: "Wi hebbt de Wahl: Sand, nich Öl!"

Hest dat mitkreegen? fraag de Fru vun den Oolen: In de Türkei hett sik annerletz 'n Mannsminsch eenfach mucksmusenstill op de Straat stellt un anfungen, in'n Book to lesen. Dat sehg toeerst 'n beten wat verdreiht ut, man denn geef dat jümmers mehr Lüüd, de dat jüst so moken, un an't Enn weer dat sowat as 'n Demonstration wedder de poliitschen Tostännen in't Land.

So is dat richtig, roop de Oole luuthals. Dat mutt veel mehr passeeren. De Lüüd mööt wiesen, dat 'n Hollstopp nödig is un dat se de Richt vun uuse Politik ännern wüllt. Förwiss, dat gifft 'n Sackvull Minschen, de freut sik över dat Wieter-so, to'n Bispill wenn't jem goot güng in de lesten Jahren so as uuse Geldlüüd, de jümmers mehr insacken kunnen. Man dat Beter-in-de-Wull-Sitten vun'n Minnerheet is doch bloots de eene Siet, gnurr de Oole.

Denn door gifft dat 'n groote Tahl vun Minschen, de siet lange Jahren mit ehr Inkamen op de Stee trampelt, un door sünd veel to veele, de mööt mit vermuckt veel weniger as vörher trecht kamen. So is dat, grummel de Oole na sien Fru röver: Baben ward toleggt un ünnen ward dat Bekniepen un Knappsen duller un duller.

Wi hebbt uus Tosamenleben so organiseert, dat Millionen vun Minschen eenfach nich mehr bruukt ward, schimp he. Dat kann 'n doch sehen an all de powerigen Minschen op uuse Straten. Un dat ward jümmers mehr! Ja, ik weet dat ook, sä he: Jeedeen is nich to helpen, man mi dücht, dat wi de armen Lüüd veel to fröh an de Kant schuuvt un jem mit de Knütten in ehr Leben alleen laat. Man alleen köönt se düsse Knütten eben nich open kriegen.

De Oole reck de Hannen in de Luft. De Sozialstaat is bi uus op de Flucht, roop he. Sowat as dat För'n-anner-Instahn kummt in de groote Politik ut de Mood, un wenn denn bloots noch de privaten Naverschaften un Vereenen inspringen schüllt, denn langt dat op de Duur nich hen, ook wenn dat privaate Helpen förwiss richtig is.

 De Oole lüüster na sien Fru röver. Se harr nix seggt un smüüster liesen. De Oole weer woller in Füür kamen. Man se kenn siene Gedanken un stimm doorbi mit em övereen. Sowat as ehr Grundsatz weer to'n Bispill bi den Dichtersmann Günter Eich to lesen, un se kunn dat ut'n Kopp herseggen: "Wacht darüber, dass eure Herzen nicht leer sind, wenn mit der Leere eurer Herzen gerechnet wird! Tut das Unnütze, singt die Lieder, die man aus eurem Mund nicht erwartet! Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!"

Tja, achel de Oole: "Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt". Door mook wat vun - Dag för Dag, un ook düssen Sünndag bi de Wahl. Detlef Kolze

Thursday, July 05, 2012

Ulf-Thomas Lesle vom Institut für niederdeutsche Sprache (INS) im Ruhestand - Stillschweigen in regionalen Medien...

Seestadtpresse Bremerhaven - Gelesen habe ich es eher durch Zufall, weil in unseren Medien offensichtlich kein Interesse bestand, das Wirken eines kritischen Geistes wie Ulf-Thomas Lesle noch einmal zu würdigen.

Das INS brachte unter dem Datum 30. Mai 2012 eine knappe Mitteilung:

Dr. Ulf-Thomas Lesle geht in den Ruhestand

Nach mehr als 20-jähriger Tätigkeit am Institut für niederdeutsche Sprache geht Dr. Ulf-Thomas Lesle Ende Mai in den Ruhestand.

Seit 1996 wirkte er als Geschäftsführer; das Theater und die ideologiekritische Auseinandersetzung mit der niederdeutschen Bewegung zählten zu seinen Haupt­betätigungs­feldern.
Anlässlich der Jahresversammlung des INS, durchgeführt im Mai im Hamburger Ohnsorg-Theater, betonte der langjährige Vorsitzende Prof. Dr. Herrmann Niebaum die Ernsthaftigkeit, mit der Lesle seine Forschungen und seine Aufgaben am INS wahrgenommen hat. Intendant Christian Seeler erinnerte an die Jahre 1981 bis 1986, in denen Lesle als erster Dramaturg für niederdeutsches Schauspiel am Ohnsorg-Theater gewirkt hat."

In unseren regionalen Medien habe ich darüber nichts weiter gefunden. Dabei wäre Lesles Abgang ein guter Anlass, seine kritischen Positionen zum Umgang mit der plattdeutschen Sprache zumindest noch einmal zu erwähnen.

Ich nehme nur ein Beispiel aus dem Quickborn 1 / 2012: "Dat Platt 'n Deel vun uns Heimaat is, dat is en schöönen Droom. Heimaat is nich oolt. Heimaat hebbt sick natschonaale Romantiker in Düütschland utdacht. Tieden ännert sick!"

Jawoll: Tieden ännert sik, und das muss für die Plattdeutschen eine ständige Herausforderung sein, sich aktiv und einfallsreich mit diesen Veränderungen auseinanderzusetzen statt sich wehmütig in die muchelige Welt der Träume vom besseren Leben unterm Strohdach zurückzusehnen. Glücklicherweise passiert so manches in dieser Richtung, auch wenn die Auseinandersetzung darüber weitergehen muss und wird.

Sunday, February 12, 2012

Neeje plattdüütsche Musik vun "blau:" - dat sünd Werner Willms un Günter Orendi...

Seestadtpresse Bremerhaven - Wenn Ji maal Musik op Platt hören wüllt, de 'n beten wat anners klingen deit, as wi dat normaal mitkriegen doot, denn köönt Ji to'n Bispill tolüüstern bi de beiden "blau:"-Lüüd

Werner Willms un Günter Orendi ruckelt de plattdüütsche Musik rin in de Musikwelten vun uuse Daag. Na mien Meenen, kann 'n sik dat goot maal anhören.

Wenn Ji nich glieks wat köpen wüllt, denn köönt Ji eerst maal över dat Internet lüüstern - to'n Bispill döör dat >>>Klicken an düsse Stee. Wenn Ji nich bloots wat hören, man ook noch wat sehen wüllt, >>>denn klickt Ji an besten hier.

Monday, February 06, 2012

Großartiges plattdeutsches Theater bei der "Scharmbecker Speeldeel" - Daniel Glattauers "Goot gegen Nordwind"...

Seestadtpresse Bremerhaven - Wer zwischendurch Lust hat auf plattdeutsches Theater auf der Höhe der Zeit, sollte sich fix auf den Weg nach Osterholz-Scharmbeck machen. Dort läuft zur Zeit eine großartige Inszenierung mit zwei wundervollen Schauspielern (Elske Burkert und Carsten Mehrtens). 

Daniel Glattauers Stück "Goot gegen Nordwind" wurde von Dominik von Gunten einfallsreich und einfühlsam inszeniert und dreht sich um die seelischen Verwirrungen, die durch eine fehlerhaft adressierte e-Mail ausgelöst werden. Sehr unterhaltsam und phantasieanregend.

Weitere Informationen gibt es >>>hier bei der Seestadtpresse.

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Friday, September 16, 2011

Randersackerer Pfülben op Plattdüütsch...

"Randersackerer Pfülben" - dat weer so'n Namen, den de Oole noch goot in'n Kopp harr. Denn so üm un bi 40 Jahren trüch, as sien Vadder storben weer, door sehg he in'n Keller 'n lütte Kist mit Wienbuddels.

Dunntomalen as Jungkeerl harr de Oole dat noch mit de grooten Buddels vun den söten Lambrusco, wenn 't üm Wien güng, un so weer he verbaast, dat em düsse Wien mit den vigelienschen Namen so goot smecken dä.

Düsse fröhe Geschicht vun sien Wiendrinken harr de Oole all langen vergeten. He weer opletz mehr an sien rooten Wien behangen bleben un söch sik siene Buddels ut Frankriek or Spanien tosamen. Man as he nu op de Autobahn döör dat Frankenland bracker, door sehg he miteens dat Schild "Randersacker", un he wüss op'n Batz, wat to doon weer: Blinker na rechterhand un denn afbögen na düssen Oort hen.

Dat weer morrns in de Fröh, un so leeg de lütte Stadt noch meist in'n Slaap. In de Kark weern se doormit togangen, de Bänk woller rin to stellen. Dat sehg ut, as harrn se door binnen allens nee mookt, un nu schull an düssen Vörmiddag dat leste Stück fardig warrn.

De Oole dammel mit sien Fru döör de engen Straten. In'n Bäckerladen vertell he sien Geschicht vun den Wien, den he 40 Jahren trüch in'n Keller funnen harr un wull weten, woneem he "Randersackerer Pfülben" köpen kunn. Düsse Laag harrn hier meist all de Wienbuurn, vertell em de Bäckersfru. Man direktemang op de annere Siet weern to'n Bispill de "Trockenen Schmitts" to kriegen. Noch so'n verdreihten Namen, dach de Oole, man dat weer de köttste Weg, un so taper he in den Hoff.

Versteiht sik, dat de Laden üm düsse Tiet eegenlich noch nich open weer, man sowat is nie nich 'n Hemmschoh, wenn dat 'n Bedriev vun'n Familie is. De Oole kreeg sien Wien, 'n Silvaner un 'n Kerner, un he mook sik tofreden woller op'n Padd.

As de Oole na siene groote Tuur döör Düütschland woller tohuus ankeem, kreeg he de Probeerbuddels vördaag. Tosamen mit sien Fru smeck he door an rüm, weer över düsse Fundsaak hellsch vergnöögt un bestell glieks över dat Internet datsülbige noch maal un door överher ook noch 'n paar annere Buddels. Twee Daag later harrn se den Wien in't Huus, ofschoonst ehr Huus üm un bi 800 Kilometers vun de Wienbargen in Randersacker weg liggen deit.

In düssen Punkt weer de Oole tofreden mit de neeje Welt. Nee, sä he, door is nix an to krekeln. Hier passt sik allens wunnerbaar tosamen: In mien Kopp hett sik op wunnerliche Aart un Wies de Naam "Randersacker" fasthakelt. Ik bün door op jüst so wunnerliche Aart un Wies tofällig vörbi kamen. De Wien weer vullstännig na mien Smack, un denn kann ik dat na Stünnen utreken, dat he mi stracks in't Huus bröcht ward.

Keen an düsse Siet vun uuse neeje Hasterklabaster-Welt wat an to nölen hett, de is mall, brummel de Oole un bekeek sik dat Glas mit den Wien. He achel liesen. Stopp, keem em sien Fru doortwischen. Ik weet, wat nu noch kamen schall, man dütmaal swiegst du still. Dütmaal schast du recht hebben, antwoort de Oole.

He grien vör sik hen, mook de Oogen dicht un nöhm 'n Sluck vun sien wunnerbaaren Wien ut Randersacker. Nee, worraftig, de neeje Welt hett ook 'n paar Sieten praat, de so richtig goot smecken doot.

Detlef Kolze

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